Rechts Icon PC mit ausgewählten Einwillungseinstellungen, links Titel „Googl Consent Mode V2 wird Pflicht: Was bedeutet das & was müssen Websitebetreiber beachten“
29. Februar 2024 | Undine Jaehne | E-Commerce

Google Consent Mode V2 wird Pflicht: Was bedeutet das & was müssen Websitebetreiber beachten?

Im März 2024 erwartet Dich eine wichtige Aktualisierung für die Google-Tracking-Tools: die Einführung von Consent Mode V2. Mit der Einführung wird der Consent Mode V2 verpflichtend. Hintergrund ist die Datenschutzkonformität, die Websitebesuche ohne das Setzen von Cookies bzw. eine feingliedrigere Einstellung dieser ermöglichen soll. Wir geben Dir einen Überblick über die Änderungen, erläutern die Gründe dahinter und zeigen Dir, worauf Du in Zukunft achten solltest, um weiterhin die Google-Tracking-Tools für Deine Werbekampagnen, etwa das Schalten von Ads, zu nutzen.

Was ändert sich mit Consent Mode V2?

Consent Mode V2 ist eine Aktualisierung der bisherigen Version und bringt einige wichtige Änderungen für alle Nutzer von Google Ads, Google Analytics und dem Google Tag Manager mit sich. Die wesentlichen Punkte sind:

1. Verpflichtende Nutzung

Ab März 2024 müssen alle Nutzer von Google-Tracking-Tools auf Consent Mode V2 umsteigen, da die vorherige Version nicht mehr unterstützt wird.

2. Verbesserte Datenschutzkontrolle

Consent Mode V2 soll die Kontrolle über die Datenschutzeinstellungen der Nutzer stärken. Es ermöglicht eine genauere Verwaltung von Einwilligungen und verbessert somit den Schutz personenbezogener Daten.

3. Intelligentes Tracking-Verhalten

Die neue Version optimiert das Tracking-Verhalten basierend auf den vom Benutzer erteilten Einwilligungen. Dies ermöglicht eine präzisere Erfassung von Daten gemäß den individuellen Datenschutzpräferenzen.

Grafik eines Einwilligungsbanner (Cookie-Banner) mit Einwilligungsmodus

Einwilligungsbanner (Cookie-Banner) mit feingliedrigem Einwilligungsmodus.
Quelle: knowmates

Du bist Dir unsicher, ob die Änderungen relevant für Dich sind? Lass uns gemeinsam Deine Consent-Mode-Einstellungen prüfen.

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Was verfolgt Google mit den Änderungen durch Consent Mode V2?

Bisher konnten Onlinehändler und Werbetreibende die via Cookies gesammelten Nutzer-Informationen einsehen und für die Gestaltung ihrer Anzeigen nutzen – etwa um Zielgruppen datenbasiert direkt anzusprechen oder ihre Ads zu steuern. Mit der DSGVO müssen Websitebetreiber seit 2018 ihre Nutzer über die gesetzten Cookies detailliert informieren und deren Zustimmung über Cookie-Banner oder Consent-Management-Plattformen (CMP) einholen. Zusätzlich wurden mit dem Digital Markets Act im September 2022 die Regeln für personalisierte Werbung für große Digitalunternehmen verschärft. Damit nimmt die Masse an Zustimmenden konstant ab, entsprechend sinkt auch der Umfang der gesammelten Daten.

Daher benötigt Google eine neue Methode zur Datensammlung, selbst wenn der Nutzer das Setzen von Cookies ablehnt. Statt auf Cookies setzt Google nun auf Conversion Modellierung und sendet sogenannte Pings, um den Datenverlust durch abgelehnte Zustimmungen zu kompensieren. Um Daten zu ergänzen, leiten Algorithmen und statistische Methoden Muster und Trends aus den verfügbaren Daten ab. Als Basis dienen also die Nutzer, die ihre Einwilligung erteilen. Aus ihrem Verhalten schließt der Algorithmus auf eine größere Nutzermenge und schlussfolgert mögliche Verhaltensmuster. Mithilfe der modellierten Daten erhalten Werbetreibende ein klares Bild der Kampagnenleistungen und können Marketingentscheidungen auf einer breiteren Datenbasis treffen. Wie verlässlich die Zahlen sind, wird sich zeigen. Eins ist jedoch sicher: Künftig werden Online-Marketing-Kampagnen wohl ohne Cookies auskommen müssen.

Logos der Goolge Tools: Google Ads, Google Analytics und Google Tag Manager auf lila Hintergrund

Consent Mode V2 wirkt sich auf Google Tools aus.
Quelle: knowmates

Durch die Consent Mode V2 kann der Websitebetreiber seine Einwilligungseinstellungen im Datenschutz noch feingliedriger einstellen und dem Nutzer ermöglichen, einzelne Kategorien von Marketing Cookies abzulehnen oder ihnen zuzustimmen. Der Consent Mode V2 sorgt anschließend dafür, dass Google Analytics oder Google Ads diese Entscheidung respektieren und die Daten entsprechend behandeln.

Gilt die Pflicht für den Consent Mode V2 für mich?

Das hängt davon ab, ob Du die Tools von Google wie Google Ads, Google Analytics oder den Google Tag Manager benutzt. Wir listen Dir verschiedene Varianten auf, sodass Du schauen kannst, welche für mit Deinen Prozessen übereinstimmen.

Du stellst bereits ein Einwilligungsbanner (Cookie-Banner) zur Verfügung & verwendest den Einwilligungsmodus

  1. Du nutzt bereits den Einwilligungsmodus und schaltest KEINE personalisierten Anzeigen wie Remarketingkampagnen etc.: Es besteht kein Handlungsbedarf.
  2. Du nutzt bereits den Einwilligungsmodus und schaltest personalisierten Anzeigen: Du musst aktiv werden.
    • Du verwendest eine von Google zertifizierte Plattform zur Einwilligungsverwaltung: Dann sollte der CMP-Anbieter automatisch eine Aktualisierung auf Google Consent Mode V2 vornehmen. Wende Dich an den Anbieter, um zu klären, ob Du tatsächlich den aktuellen Einwilligungsmodus verwendest.
    • Du setzt ein eigenes Banner ein: Führe ein Upgrade auf Version 2 des Einwilligungsmodus durch.

Du stellst zwar ein Einwilligungsbanner zur Verfügung, jedoch ohne Einwilligungsmodus

Wenn Du den Google Tag Manager lädst ohne einen implementierten Einwilligungsmodus, musst Du diesen nachträglich einrichten. Ansonsten stehen Dir nicht mehr alle Werbefunktionen von Google zur Verfügung.

  • Wenn Du eine von Google zertifizierte Plattform zur Einwilligungsverwaltung verwendest, musst Du in den Bannereinstellungen den Einwilligungsmodus aktivieren.
  • Wenn Du das Laden der Google-Tags, bevor der Nutzer seine Einwilligungsentscheidung getroffen hat, verhinderst, kann Google diese nicht prüfen. In diesem Fall drohen Datenverluste.

Du stellst weder ein Einwilligungsbanner noch einen Einwilligungsmodus

Es bietet verschiedene Vorteile, die Nutzereinwilligung zu verwalten. Wir empfehlen ein Einwilligungsbanner für Websites.

  • Falls Du ein Banner von einem Google-zertifizierten Partner nutzt, musst Du in den Bannereinstellungen den Einwilligungsmodus aktivieren.
  • Falls Du ein eigenes Banner erstellen möchtest, musst Du den Einwilligungsmodus manuell implementieren.

Wie wirkt sich das Conversion-Tracking von SEA-Kampagnen mit Consent Mode aus?

Wenn Du bei Deinen Google Ads Konten bereits eine datenschutzkonforme Consent-Abfrage implementiert hast, bleibt alles wie bisher und Du musst nichts ändern. Lehnen Nutzer hierbei die Verwendung von Google Ads Tracking oder Google Analytics explizit ab, werden auch künftig keine Daten in Google Ads eingespeist. Daher stehen Dir weniger Daten im Tracking zur Verfügung und Du kannst Deine SEA-Kampagnen daher weniger klar analysieren sowie optimieren. Stimmen die Nutzer dem Conversion-Tracking hingegen zu, werden ausführliche Daten über die Interaktion der Nutzer mit Deiner Seite gesammelt. Diese Daten kannst Du dann in Google Ads für die Feinabstimmung und zur Effektivitätssteigerung der Kampagnen nutzen.

Was muss ich als Websitebetreiber durch den verpflichtenden Google Consent Mode V2 beachten?

Halte die Frist zur Umstellung ein

Wenn Du Google Tags nutzt, etwa für Google Analytics oder Google Ads, musst Du unbedingt zum 1. März 2024 auf Consent Mode V2 umstellen. Nur so stellst Du die Kontinuität Deines Tracking-Services sicher, um weiterhin alle Werbefunktionen von Google nutzen zu können.

Überprüfe Deine Datenschutzrichtlinien

Stelle sicher, dass Deine Datenschutzrichtlinien die neuen Funktionen und Möglichkeiten von Consent Mode V2 abdecken. Informiere Deine Nutzer transparent über die Änderungen und gib ihnen die Möglichkeit, einzelne Kategorien von Marketing-Cookies abzulehnen. Wir unterstützen Dich gerne hierbei.

Kontaktiere uns bei Fragen

Du benötigst weitere Informationen oder Unterstützung bei der Umstellung auf Consent Mode V2? Wir stehen Dir gerne zur Verfügung. Unser Support-Team ist bereit, Dich durch den Prozess zu begleiten. Gemeinsam bereiten wir Deinen Consent Mode für die Änderungen vor. Vereinbare jetzt einen Implementierungstermin.

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