Simone BalserAllgemein, Online-Marketing

Eine Frau liegt mit ihrem Handy am Strand.

Wir befinden uns im August 2019. Ganz Deutschland ist im Sommerurlaub … Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Händlern bevölkertes Internet hört nicht auf, dem Sommerloch Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die Online-Shops. Aber, aus unserem Kessel mit Zaubertrank holen wir die besten Tipps und Tricks, wie Sie die oft umsatzschwächere Zeit am besten überstehen!

Während die meisten Bürger den Hochsommer am Strand verbringen, scheint sich kaum jemand für Shopping zu interessieren. Erfahrungsgemäß sinkt der Traffic im E-Commerce um 25 % in der Zeit von Juni bis August (laut www.ibusiness.de). Trotz mobil optimierter Shops, mit denen das Shoppen vom Handy kinderleicht ist, greifen die Urlauber, auch von der Strandliege, seltener auf Shopping-Seiten zu. Die Gründe scheinen vielfältig, wichtiger ist aber, wie Sie dennoch das Beste aus der Situation herausholen:

1. Passen Sie das Angebot dem Sommer an

Alles was Sommerfeeling entfacht, wie Ventilatoren, Strandaccessoires, Bademode, Outdoor-Spielzeug, Gartenzubehör und anderes haben gerade die größte Nachfrage. Das lässt sich mit gezielten Aktionen ausnutzen und damit der Absatz steigern. Mit passenden Rabatten und Sommer-Aktionen regen Sie die Käufer an. Der Sommerschlussverkauf ist ja nicht mehr an Zeiten gebunden.

Wenn Sie sommerliche Produkte haben: Jetzt rabattieren und raushauen! Oder setzen Sie auf Kurzzeitaktionen, bei denen bestimmte Produkte nur für ein paar Tage im Angebot sind. Die Kunden haben nicht lange Zeit zu zögern, wittern das Schnäppchen und schlagen zu. Im Herbst und Winter verkaufen sich die Sommerprodukte sowieso schlechter, also bleiben Sie nicht auf Ware sitzen.

2. Werbekampagnen auf den Sommer ausrichten

Sie müssen jetzt keine groß angelegte Werbekampagne starten, denn wenn die Käufer nicht da sind, dann schmeißen Sie hier Geld zum Fenster raus. Viel nützlicher sind kleinere Aktionen, die auf den Sommer ausgerichtet sind. Passen Sie die Strategien den Zielgruppen und dem Wetter an.

Mit Geo-Targeting erreichen Sie die Kunden noch gezielter. Denn an Nord- und Ostsee ist es meist kühler und regnerischer als im Süden des Landes. Beispielsweise lassen sich Regenschirme und Regenschutz für Gartenmöbel an der Küste gut bewerben, während im Süden Ventilatoren fürs Büro oder Wassernäpfe für Hunde gut ankommen.

Auch der Schulanfang unterscheidet sich von Region zu Region. Setzen Sie Ihr Werbebudget gezielt dort ein. Wichtig ist, dass Sie einen guten Überblick über die Aktionen der Konkurrenz haben, um die Aktionen wirklich gezielt und erfolgreich einzusetzen.

3. Neue Wege suchen & Neukunden gewinnen

Beschreiten Sie neue Wege, um Neukunden zu gewinnen und die Aufmerksamkeit Ihrer Stammkunden neu zu entfachen. Suchen Sie sich zum Beispiel einen neuen Marketingweg, den Sie noch nie beschritten haben, zum Beispiel Preissuchmaschinen oder Printwerbung in Lokalzeitungen.

Verfassen Sie neue Blogbeiträge mit Tipps und Tricks zum Sommer, bei denen Sie spielerisch Produkte einbauen können. Die Artikel sollten vor allem informativ sein und den Lesern echten Mehrwert bieten. Rezepte für selbst hergestelltes Eis, Deko-Vorschläge für die Garten-Party oder Angel-Tipps für heiße Tage regen Interesse. Verschicken Sie Newsletter mit den Blog-Beiträgen und rufen Sie zum Abonnieren desgleichen auf.

Social-Media-Aktionen wie Gewinnspiele oder Wettbewerbe haben großes Potential Neukunden auf Ihren Shop aufmerksam zu machen. Wenn Sie diese auf ihre Website locken und als Newsletter-Abonnenten gewinnen, ziehen Sie die Kunden aus dem Sommerloch in die verkaufsstarke Herbst- und Winterzeit. Die Sommerzeit ist also ideal, um kreative neue Ideen auszuprobieren.

4. Neue Projekte starten

Der verkaufsarme Sommer ist bei vielen Online-Shops eine Zeit, in der weniger Tagesgeschäft anliegt und Sie diese Phase sinnvoll für neue Projekte nutzen können. Neue Tools wie ein Kundenberatungschat oder Messengerdienste können Sie jetzt starten. Auch für tiefgreifende Änderungen im Backend ist die Zeit der wenigen Klicks perfekt. Wenn Sie Ihren Shop schon lange überholen wollten, oder neue Designs ausprobieren wollen, bieten sich der August an.

Durchleuchten Sie alle Prozesse und optimieren Sie diese. Nutzen Sie die Zeit, um sich intensiv mit dem Kundenfeedback auseinanderzusetzen. Gegebenenfalls gehen Sie die letzten Zahlen durch und führen Sie vielleicht eine neue Zielgruppenanalyse durch. Neue Websites oder Online-Shops starten am besten vor September. Denn ab hier beginnt langsam wieder das Weihnachtsgeschäft, für das Sie gerüstet sein sollten.

5. Zukünftige Werbestrategien planen

Apropos Weihnachten. Die verkaufsstärkste Zeit des Jahres können Sie jetzt schon vorausplanen. Marketing- und Contentstrategien für den Blog erstellen Sie am besten jetzt, damit Sie genügend Zeit für die Optimierung haben. Analysieren Sie die Strategien des Vorjahres und lernen Sie aus diesen.

Planen Sie alles für die Advents- und Weihnachtzeit vor, wie Adventskalender, Gewinnspiele und Gutscheine. Damit sind Sie optimal gerüstet und nutzen die umsatzarme Zeit des Sommerlochs optimal und konstruktiv aus.

6. Günstige Preise auf dem Marketingmarkt ausnutzen

Zu guter Letzt hat das Sommerloch auch noch etwas Positives. Die Preise für Marketing und Werbung fallen, dank einer geringeren Nachfrage (laut www.ibusiness.de). Das können Sie klug ausnutzen und eine Kampagne, die für Sie sonst zu teuer war, für weniger Budget, starten. Gerade Neukundenkampagnen sind in den Sommermonaten wirksam, da die Sichtbarkeit erhöht ist. Aber setzen Sie nicht allzu große Kampagnen an, denn damit nerven Sie nur.

Mit den richtigen Tipps ist es gar nicht so schwer, das Sommerloch zu überstehen. In der Leerlaufzeit finden Sie daneben ideal die Zeit, um Ihren Online-Shop optimal auf die folgende verkaufsstärkste Zeit des Jahres auszurichten.

 

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